{"id":281,"date":"2015-12-15T14:14:44","date_gmt":"2015-12-15T12:14:44","guid":{"rendered":"http:\/\/stw-engler.ch\/?page_id=281"},"modified":"2016-04-09T18:07:58","modified_gmt":"2016-04-09T16:07:58","slug":"wig-schweissen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/stw-engler.ch\/?page_id=281","title":{"rendered":"WIG-Schweissen"},"content":{"rendered":"<h1 class=\"title header\"><a href=\"http:\/\/stw-engler.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/logo.jpg\" rel=\"attachment wp-att-11\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-11 alignleft\" src=\"http:\/\/stw-engler.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/logo.jpg\" alt=\"logo\" width=\"202\" height=\"202\" srcset=\"https:\/\/stw-engler.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/logo.jpg 202w, https:\/\/stw-engler.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/logo-150x150.jpg 150w\" sizes=\"(max-width: 202px) 100vw, 202px\" \/><\/a><\/h1>\n<h1 class=\"title header\"><\/h1>\n<h1 class=\"title header\"><\/h1>\n<h1 class=\"title header\"><\/h1>\n<h1 id=\"page-title\" class=\"title header\">WIG-Schweissen Wolfram-Inertgasschweissen<\/h1>\n<p>Dieses Schweissverfahren stammt aus den USA und wurde dort 1936 unter dem Namen Argonarc-Schweissen bekannt. Erst Anfang 1950\u00a0 begann es sich auch in Europa durchzusetzen. In englischsprachigen L\u00e4ndern hei\u00dft das Verfahren TIG oder auch GTAW. Dabei steht das TIG f\u00fcr Tungsten Inert-Gaswelding und GTAW f\u00fcr Gas Tungsten Arc Welding. In beiden Abk\u00fcrzungen findet sich das Wort \u201eTungsten\u201c wieder, was der englische Begriff f\u00fcr \u201eWolfram\u201c bedeutet.<\/p>\n<p>Das Verfahren zeichnet sich gegen\u00fcber anderen Schmelzschweissverfahren durch eine Reihe von Vorteilen aus. In Verbindung mit\u00a0 dem WIG-Pulsschweissen und WIG-Wechselstromschweissen l\u00e4sst sich jeder schmelzschweissgeeignete Werkstoff f\u00fcgen. Beim WIG-Schweissen entstehen praktisch keine Schweissspritzer; die gesundheitliche Belastung durch evtl.\u00a0 entstehende Schweissrauche ist verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gering. Ein besonderer Vorteil des WIG-Schweissens ist auch, dass nicht mit einer abschmelzenden Elektrode gearbeitet wird. Die Zugabe von Schweisszusatz und die Stromst\u00e4rke sind deshalb entkoppelt. Der Schweisser kann so seinen Schweissstrom optimal auf die Schweissaufgabe abstimmen und muss nur so viel Schweisszusatz zugeben, wie in dem Moment gerade erforderlich ist. Dies macht das Verfahren besonders geeignet zum Schweissen von Wurzellagen und zum Schweissen in Zwangslagen.\u00a0 Durch den verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig geringen und kleinr\u00e4umigen W\u00e4rmeeintrag ist der Schweissverzug der Werkst\u00fccke geringer als bei anderen Verfahren. Wegen der hohen Schweissnahtg\u00fcte wird das WIG-Verfahren bevorzugt dort eingesetzt, wo die Schweissgeschwindigkeiten\u00a0 gegen\u00fcber den Qualit\u00e4tsanforderungen zur\u00fccktreten. Dies sind z.B. Anwendungen im Apparatebau, im Kraftwerksbau oder der chemischen Industrie.<\/p>\n<p>Die WIG-Schweissanlage besteht aus einer Stromquelle, die in den meisten F\u00e4llen auf Gleich- oder Wechselstromschwei\u00dfen geschaltet werden kann und einem Schweissbrenner, der mit der Stromquelle durch ein Schlauchpaket verbunden ist. Im Schlauchpaket befinden sich die Schweissstromleitung, die Schutzgaszuf\u00fchrung, die Steuerleitung und bei gr\u00f6\u00dferen Brennern der Zu- und R\u00fccklauf des K\u00fchlwassers.<\/p>\n<p><code><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/_0qk0FxkrDw?rel=0\" width=\"420\" height=\"315\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/code><\/p>\n<p>Es gibt zwei Arten, den Lichtbogen zu z\u00fcnden, die Kontakt- und die Hochfrequenzz\u00fcndung.<\/p>\n<p>Bei der historischen Kontaktz\u00fcndung (Streich- oder Anrei\u00dfz\u00fcndung) wird \u00e4hnlich dem Elektrodenschwei\u00dfen die Wolframelektrode kurz \u2013 gleich einem Streichholz &#8211; am Werkst\u00fcck angestrichen und somit ein Kurzschluss erzeugt. Nach dem Abheben der Elektrode vom Werkst\u00fcck brennt der Lichtbogen zwischen Wolframelektrode und Werkst\u00fcck. Ein gro\u00dfer Nachteil dieses Verfahrens ist, dass bei jedem Z\u00fcnden etwas Material von der Wolframelektrode h\u00e4ngenbleibt, das wegen der h\u00f6heren Schmelztemperaturen des Wolframs als Fremdk\u00f6rper im Schmelzbad zur\u00fcckbleibt. Deshalb wurde h\u00e4ufig eine separate Kupferplatte, auf dem Werkst\u00fcck liegend, zum Z\u00fcnden verwendet.<\/p>\n<p>Die Hochfrequenzz\u00fcndung hat mittlerweile die Streichz\u00fcndung vollst\u00e4ndig ersetzt. Bei der Hochfrequenzz\u00fcndung wird mit Hilfe eines Hochspannungsimpulsgenerators, der eine hohe Spannung auf die Wolframelektrode gibt, das Gas zwischen Elektrode und Werkst\u00fcck herausgeschlagen, wodurch der Lichtbogen gez\u00fcndet wird. Der Hochspannungsimpulsgenerator hat eine ungef\u00e4hrliche Stromst\u00e4rke.<\/p>\n<p>Eine Variante der Kontaktz\u00fcndung ist die Lift-Arc-Z\u00fcndung. Die Elektrode wird dabei direkt an der Schwei\u00dfstelle auf dem Werkst\u00fcck aufgesetzt. Es flie\u00dft ein geringer Strom, der nicht ausreicht, die Elektrode zu besch\u00e4digen. Beim Abheben des Brenners z\u00fcndet der Plasmalichtbogen und die Elektronik der Schweissmaschine erh\u00f6ht den Strom auf Schweissstromst\u00e4rke. Vorteil dieser Methode ist das Vermeiden elektromagnetischer St\u00f6rungen, die bei der Hochfrequenzz\u00fcndung auftreten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Meist wird zum Schweissen das Edelgas Argon, seltener Helium oder ein Gemisch aus beiden Gasen eingesetzt. Dabei wird das verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig teure Helium aufgrund seiner besseren W\u00e4rmeleitf\u00e4higkeit verwendet, um die W\u00e4rmeeinbringung zu erh\u00f6hen. Bei nichtrostenden St\u00e4hlen k\u00f6nnen geringe Mengen an Wasserstoff im Schutzgas die Viskosit\u00e4t der Schmelze herabsetzen und die Schweissgeschwindigkeit steigern (es handelt sich dabei nicht mehr um ein farb-oder geruchloses, sondern um reduzierendes Gas).<\/p>\n<p>Das Schutzgas wird durch die Gasd\u00fcse zur Schweissstelle geleitet. Als Faustregel gilt: Gasd\u00fcseninnendurchmesser = 1,5 \u00d7 Schmelzbadbreite. Die Schutzgasmenge ist unter anderem von Nahtform, Werkstoff, Schweissposition, Schutzgas und D\u00fcsendurchmesser abh\u00e4ngig.<\/p>\n<p>Beim WIG-Schweissen kann sowohl mit als auch ohne Zusatzwerkstoff gearbeitet werden. Zum manuellen Schweissen werden wie beim Gasschmelzschwei\u00dfen meist stabf\u00f6rmige Zus\u00e4tze verwendet. Verwechselungen mit den Gasschweissst\u00e4ben m\u00fcssen allerdings unbedingt vermieden werden, da die chemischen Zusammensetzungen voneinander abweichen.<\/p>\n<p>Eine Weiterentwicklung an das WIG-Schweissen ist das Schweissen mit pulsierendem\u00a0 Strom. Dabei pulsiert der Schweissstrom zwischen einem Grund- und Impulsstrom mit variablen Frequenzen, Grund- und Impulsstromh\u00f6hen und \u2013breiten. Die Pulsfrequenz, die Impulsbreite und die Impulsh\u00f6he sind getrennt voneinander einstellbar. Das WIG-Pulsen mit variablem Stromverlauf kann nur mit einer besonderen Schweissanlage\u00a0 (Schweissinverter) durchgef\u00fchrt werden. Die fein dosierbare W\u00e4rmeeinbringung bei diesem Schweissverfahren erm\u00f6glicht eine gute Spalt\u00fcberbr\u00fcckung , eine gute Wurzelschwei\u00dfung und ein gutes Schweissen in Zwangslagen. Schweissnahtfehler am Nahtanfang und Nahtende, wie auch beim Rohrschweissen, werden vermieden. Bei allen Beschreibungen handelt es sich um ein manuelles oder teilmechanisiertes\u00a0 WIG-Schweissen mit Zusatzwerkstoff vorwiegend d = 1,6 mm. Beim Impulsschwei\u00dfen von Leichtmetallen (namentlich: AA6061) kann ein Anschmelzen an der Oberfl\u00e4che erzielt werden und somit bei d\u00fcnnen Blechen &lt; 1,0 mm Durchschmelzungen verhindert werden. Vor allem bei Kehln\u00e4hten wird die Ecke eher erfasst als bei Standardschweissen mit konstantem Strom. Es wurden auch Bleche mit einer Dicke von 0,6 mm\u00a0\u00a0 einwandfrei stumpfgeschweisst, da die Stabilit\u00e4t des Lichtbogens sowie die konzentrierte W\u00e4rmeeinbringung ein kleines definiertes Schmelzbad erlauben.<br \/>\nDas Heften stellt das Hauptproblem dar, wenn ein Spalt vorhanden ist und so wurzelseitig Sauerstoff Zutritt hat. Der Einfluss der Wolframelektrodenlegierung und die Zusammensetzung des Schutzgases ist wichtig; diese Parameter beeinflussen den Prozess wesentlich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>WIG-Schweissen Wolfram-Inertgasschweissen Dieses Schweissverfahren stammt aus den USA und wurde dort 1936 unter dem Namen Argonarc-Schweissen bekannt. Erst Anfang 1950\u00a0 begann es sich auch in Europa durchzusetzen. In englischsprachigen L\u00e4ndern hei\u00dft das Verfahren TIG oder auch GTAW. Dabei steht das TIG f\u00fcr Tungsten Inert-Gaswelding und GTAW f\u00fcr Gas Tungsten Arc Welding. 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